Wien Teil 1

Was bedeutet schon Zeiten? Mir eine Menge und ich kann voller Stolz sagen , das ich eine neue persönliche Bestzeit gelaufen bin. Dank des SMS-Service habe ich auch die  Möglichkeit im nachhinein den Lauf bestens zu verfolgen.Vielen Empfängern werden die Daten wenig sagen , deswegen werde ich mich in den nächsten Tagen dazu noch genauer äußern und diese erklären .Persönlich war es eine Spitzenleistung und ein Superlauf . Auch wenn es meine persönliche Bestleistung war ,war  es anfangs eine gefühlte Niederlage. Das Rad Habe ich ganz knapp verpasst.Die 3:30 waren bis kurz vorm Ziel in Reichweite , aber ab km38-39 ging es nicht mehr schneller und ich hab auf der Uhr die Sekunden weglaufen gesehen . Meine genaue Zeiten auf den Teilabschnitten und meine Endzeit kommt später , genauso wie ein Laufbericht über die  schlechten und guten  Seite des VCM. Ich kann sagen , das ich heute wirklich am Limit war. Mit etwas gezielterem Training ist sicher eine bessere Zeit drin. Aber wenn alles sofort klappen würde , wäre es  ja langweilig.

10 Stunden

In 10 Stunden ist Start in Wien. Solange brauchen einige für einen Ironman mit über 200km. Da leg ich mich doch besser gleich ins Bett und probiere zu schlafen, um morgen früh fit an den Start zu gehen und eine neue Bestzeit zu laufen,auch wenn die Strecke nicht unbedingt dafür geeignet ist. Aber mit dem Training bin ich zufrieden und vor 2 Wochen bin ich in der Vorbereitung 30 km in etwas über 2.30 gelaufen und hatte noch gute Luft und die Beine waren auch noch nicht müde.Sollte ich morgen nicht nur Bestzeit laufen, sondern auch  die 3.30 unterbieten , habe ich heute nachmittag die Erlaubnis bekommen , mich besonders zu belohnen. Ohne zu zögern hatte ich die Erlaubnis mir ein überflüssigen Traum zu erfüllen.Ein  Bergamont Classic Single Speed mit Flip-Flop-Nabe. Irgendwie scheint mir da jemand ,die Zeit nicht zuzutrauen. Also entweder verrecke ich morgen ,bevor ich durchs Ziel komme  und habe eine neue Schlechtzeit aufgestellt oder ich habe ein neues Fahrrad. Ich muß mich dann  nur noch mit dem Händler über den Preis einig werden. Weil das Rad schon etwas überteuert ist.

Kurz nach dem Start werden morgen hoffentlich einige meiner Freunde,Bekannte und Verwandte unerwartet von einer SMS-Flut geweckt,sofern sie nicht gerade jetzt feiern und morgen total verkatert sind.  Der VCM bietet den Teilnehmer nämlich an , diverse  Zwischenzeiten per SMS an Freunde zu versenden. Insgesamt stehen 120000 SMS zur Verfügung.

Übrigens bei “10 Stunden”  für einen Ironman  fällt mir ein , das unsere Fahrt nach Wien mit kleinen Pausen über 14 Stunden gedauert hat. Aber auch , wenn es lange gedauert hat , war es doch eine  gute Entscheidung mit dem Wagen zu fahren und nicht wie von einem Arbeitskollegen empfohlen mit dem Flugzeug zu fliegen.Wir wären wohl gar nicht in Wien angekommen , weil der Flughafen geschlossen ist.Yannick hat diese Fahrt doch relativ gut überstanden und gutes Sitzfleisch bewiesen.Das  müssen auch die zahlreichen Japaner hier im Hostel, die festsitzen und darauf warten weiterzufliegen.

Morgen kann ich hoffentlich mit einem schönen Ergebnis glänzen und wenn nicht, habe ich halt einen weiteren Grund weiterzulaufen. Spaß werde ich aber auf jeden Fall haben egal ,wie die Zeit am Ende ausschaut!

Bad Salzuflen

Bad Salzuflen 2010- Ein Lauf für sich.
Also soviel Matsch habe ich noch nie erlebt , obwohl einige Teilnehmer sagten, es gab schon mal mehr Matsch in den jahren zuvor.
Aber auf Matsch war ich ja vorbereitet.
Aber ich fange mal vorne an .
Nachdem wir alle Sachen schon am Vortag gepackt hatten und ich meine Zahnärztin dazu bringen konnte , den ganz großen Eingriff um 2 Wochen zu verschieben , konnten wir morgens frühzeitig losfahren und waren nach etwa 2 Stunden Fahrt am Ziel.
Beim Umziehen ist das erste Mal sprichwörtlich was in die Hose gegangen. Der Reisverschluß an der Wade ist gerissen..Das fing ja gut an . Zum Glück hat man ja Ersatz dabei.
Nur leider habe ich die zweite Hose seit Monaten nicht mehr angehabt und seitdem über 8 kilo abgenommen.,also habe ich die gesamte Strecke meine Hose hochziehen müssen.
Das Gefühl mich irgendwann wundzulaufen war ein ständiger Begleiter.
Am Start , bzw während des Starts wollte ich dann noch kurz das Startnummernband fester ziehen und schwupps hatte ich die Startnummer in der Hand . Also schnell sicherheitsnadel öffnen und alles wieder schön befestigen.
Beim Lauf selbst lief es sehr gut. Die Strecke war anspruchsvoll und hatte knackige Anstiege . Die Anstiege haben mir wenig Probleme bereitet und ich konnte da immer noch zulegen. Das bisherige Bergtraining hat sich da richtig bemerkbar gemacht.
Was ich wohl gespürt habe , das mir bisher die richtig langen Läufe fehlen und so habe ich ab km 28 insgesamt abgebaut . Aber Bestzeiten läuft man eh besser woanders, und so war es einfach ein schöner langer Lauf  in einem schönen Naturschutzgebiet um das Jahr zu starten.
Wer den Jubel der Massen brauch ist dort sicher fehl am Patz.Es ist mehr ein Lauf um den Winter niederzutrampel und die Wege freizulaufen  für den Frühling. Statt Smbabands und Jubelrufe gab es Motorsägengeräusche und Vogelgezwitscher.
Bei km 40 habe ich dann noch ein leckeres Bier genossen ,um dann  mit der nächsten netten Begleitung ins Ziel einzulaufen. Was einige Fragen bei einer Person hervorrief.
Im Ziel selbst war schon bischen Aufbruchstimmung , obwohl hinter mir noch mehr als die Hälfte der Marathonläufer auf der Strecke waren.Das selbst ist nicht tragisch ,schließlich sind fast alles ehrenamtliche Helfer , die auch mal nach Hause wollen. Aber beim Zieleinlauf mancher Läufer , dann Sprüche von anderen Läufer zu hören “ da laufen ja immer noch welche” ist unhöflich und respektlos den anderen Teilnehmern gegenüber.
Solche Läufer brauch kein Laufevent.
Aber auch solche Idioten dürfen laufen und blöde Kommentare abgeben.
Es war/ist ansonsten ein schöner Lauf , der einem (bzw mir) am Jahresanfang aufzeigt, das man noch vielmehr trainieren muß und immer eine Tüte für seine nassen Schuhe und Klamotten dabei haben solte
Abgesehen davon , werde ich gerne wiederkommen , wenn es die Familie und Arbeit zulässt.

Noch zwei Tage

dann sollte ich irgendwo in Deutschland am Start stehen. Wenn alles gut geht.Irgendwo heißt diesmal Bad Salzuflen.Ich hoffe, das ich dann auch da bin.Durch die Absage bzw Verschiebung  von vor 2 Wochen liegt dieser Termin jetzt genau einen Tag nach meiner ersten meiner Zahn-OP.Im folgenden sehen meine nächsten 2 Tage wie folgt aus.

Donnerstag 21 Uhr zur arbeit laufen

Donnerstag 22 Uhr Nachtschicht

Freitag 6Uhr Feierabend

Nachhause laufen

7uhr Duschen

7uhr 30 Klamottenpacken für samstag und nochmal richtig essen

10 uhr zahnarzt  (veranschlagt sind 4 stunden )

15 uhr schlafen solange es geht

Samstag 7 uhr aufstehen und schauen , ob ich in der lage bin zu laufen

Samstag 12 uhr Start in Bad Salzuflen

Dann entweder nach Hause oder einen kurzen Zwischenstopp nach Bremen

Irgendwie freue ich mich auf Montag , wenn ich in meiner Freiwoche 3 Tage arbeiten darf , obwohl ich frei hätte.Das ist nicht ganz so stressig , wie dieses Wochenende, aber es ist ja nicht immer so.

in diesem Sinne

ein schönes erholsames Wochenende

Geschützt: Das ist das schönste…

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Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Nachdem gestern abend mit einem schönen Feuerchen und leckerem Grillfleisch bei schönsten Wetter die Grillsaison eröffnet worden ist, war heute Sturmwetter angesagt.So heftig , das ich nicht aufs Laufband ging ,sondern nach draußen mußte.Bergtraining und schlimmstes Sturmwetter hörte sich gut an und so packte ich mich wetterfest ein und schnappte mir alles was ich brauchte. Vorsichtshalber auch die Kamera mitgenommen um gegebenenfalls schöne Bilder zu machen.Bilder habe ich auch gemacht. Von umgestürtzten Bäumen ,die mir den Weg versperrten und zerstörten Pavillion.

Ich habe das Sauwetter richtig genossen. Der Regen fühlte sich wie feine Nadelstiche an. Bei Gegenwind bin ich zum Walker unfreiwilligen Walker geworden und bergab mit Rückenwind bin ich zu neuen Geschwindigkeitsrekorden gelaufen.Der Wind drückte meine Beine mit solcher Kraft zur Seite , das ich unfreiwillig mit den Füßen in Pfützen landete. Bei jedem Baum , an dem ich vorbeilief , kam zusätzliche Spannung auf, weil es knarrte und krachte. Mehrfach war der Weg zum Berggipfel durch zuvor umgestürzte Bäume versperrt und ich mußte drunter oder drüber klettern.Überall lagen Stöcke auf dem Weg ,die zum Stolpern einluden.

Alles in allem war es ein sehr  schöner Lauf. Ich habe gemerkt, wie mein Körper lebt und arbeiten muß um vorwärts zu kommen. Ich habe das Laufen genossen und mich darauf gefreut, hier was zu schreiben und meine Bilder zu zeigen.

Zuhause habe ich dann erfahren , das zur gleichen Zeit eine Joggerin im nahegelegenden Köln das dritte Sturmopfer geworden ist.Das ist ganz schön gruselig , wenn  ich mir vorstelle , das sie höchstwahrscheinlich mit genauso viel Freude gestartet ist und das Laufen auch so genossen hat , wie so viele andere Läufer heute.Vielleicht hat sie sogar eine Kamera dabei gehabt.Es hätte auch jeden andern treffen können .

Ich bin jedenfalls froh und dankbar , das ich weiterlaufen und besonders weiterleben darf und vielleicht laufe ich bei dem nächsten Sturmtief doch wieder auf dem Laufband .

Meine Gedanken sind bei den Angehörigen und haben mein aufrichtiges Beileid.


Winterzeit-schöne Zeit

Also ich kann es bald nicht mehr lesen. Fast auf jedem Blog wird rumgeheult , das immernoch  Winter ist, es schneit und friert und es Zeit wird, das der Frühling kommt.Ich habe anfang März Geburtstag und die letzten 5 Jahre hat es danach immer nochmal richtig geschneit. Von daher soll sich erstmal keiner Hoffnung auf Frühling machen ,auch wenn paar Blumenzwiebel sprießen und vereinzelte Vögel morgens zwitschern.Nichts mit Frühling vorerst in Deutschland.Mancher mag mich jetzt hassen , aber  ich kann es nicht ändern und an mir liegt es auch nicht.Ich richte mich  schonmal auf 4 weitere Wochen mit Minustemperaturen ein. Das Leben ist halt halt kein Wunschkonzert.

Ich sag nur eins: Es gibt kein schlechtes Wetter , nur die verkehrte Kleidung.Und notfalls gibts es ja noch Laufbänder.